Zwei Areale für Rieder Kicker im Blickfeld

Rastatt (dm) – Für eine mögliche Fusion der drei Fußballvereine aus Ottersdorf, Plittersdorf und Wintersdorf wäre eine neue Sportanlage erforderlich. Die Stadt prüft derzeit zwei Gebiete.

Wo gehen die Fußballer aus Ottersdorf, Plittersdorf und Wintersdorf künftig auf Torejagd – und in welchem Verein? Die Kooperations- und Fusionsüberlegungen gehen weiter.Foto: Frank Vetter/Archiv

© fuv

Wo gehen die Fußballer aus Ottersdorf, Plittersdorf und Wintersdorf künftig auf Torejagd – und in welchem Verein? Die Kooperations- und Fusionsüberlegungen gehen weiter.Foto: Frank Vetter/Archiv

In den Überlegungen zu einer möglichen Fusion der drei Fußballvereine aus Ottersdorf, Plittersdorf und Wintersdorf ist ein nächster Schritt getan: Zwei Gebiete werden nun konkret daraufhin untersucht, ob dort eine neue gemeinsame Sportanlage errichtet werden kann. Dies kam im Technischen Ausschuss zur Sprache, als über die Rastatter Belange bei der Fortschreibung des Regionalplans Mittlerer Oberrhein beraten wurde.
Das heißt auch: Die derzeitigen Standorte der Fußballvereine im Ried werden offensichtlich als nicht geeignet für eine neue Heimstatt der vereinten Fußballer angesehen. Laut dem Ottersdorfer Ortsvorsteher Stefan Lott nimmt die Stadt eine Fläche zwischen Ottersdorf und Plittersdorf sowie eine Fläche zwischen Ottersdorf und Wintersdorf nun genauer unter die Lupe. Er hatte in der Sitzung die Frage gestellt, ob der Regionalplan, der über zehn Jahre gilt, dem Ansinnen einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Schließlich wird darin der gesamte „Suchraum“ als Vorranggebiet für den vorbeugenden Hochwasserschutz und als regionaler Grünzug festgelegt, in dem bauliche Anlagen eigentlich ausgeschlossen sind.

Wie Stadtplaner Markus Reck-Kehl darlegte, stehe der Regionalplan dem Vorhaben dennoch nicht entgegen. Wenn der Standort gefunden ist, stünde ein Raumordnungsverfahren an, bei dem man es mit Regierungspräsidium und Naturschutz zu tun habe. Für die baulichen Anlagen bedürfe es dann wohl einer Befreiung von den Festsetzungen.

Überlegungen zur Zukunftssicherung

So weit ist man indes noch nicht. Wie berichtet, hatten im vergangenen Herbst erste Gespräche zwischen den Vereinen stattgefunden, mit denen ausgelotet werden sollte, inwieweit man sich aufeinander zubewegen kann, bis hin zu einer Fusion. Klar: Der demografische Wandel fordert auch die Vereine in den Dörfern, die Jugend strömt nicht automatisch in den Fußballverein, Vorstände haben es immer schwerer, Mitstreiter zu finden. Daher wolle man rechtzeitig überlegen, wie die Zukunft gesichert werden kann. Die Stadtverwaltung begrüßt solche Überlegungen, die Ortsvorsteher sind in die Gespräche mit eingebunden. Bereits jetzt kooperieren die Rieder Vereine in verschiedenen Bereichen.

Nach den ersten Gesprächen hat die Stadt inzwischen Vorschläge für eine Zusammenlegung der Sportanlagen unterbreitet: Zwei davon – eben vom zentralen Riedort Ottersdorf ausgehend zwischen dort und Plittersdorf oder Wintersdorf – sind nach Rücksprache mit Vereinsvertretern als bevorzugt auserkoren worden. Jedoch sei noch alles in der Schwebe – man müsse nun Eigentumsverhältnisse und Verfügbarkeit prüfen, so Lott. Wenn dies geklärt ist, gelte es, erneut zusammenzusitzen – und letztlich müssen die Vereine die Entscheidung unter sich ausmachen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

Zum Artikel

Erstellt:
5. Mai 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.