Zwei Euro mehr Eintritt und eine Freifahrt

Baden-Baden (hol) – Die Ticketpreise bei der Baden-Badener Philharmonie sollen steigen. Ab der nächsten Saison gelten die Eintrittskarten aber auch als Freifahrtscheine im Gebiet des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV).

Wertvoller Musikgenuss: Ticketpreise für die Philharmonie sollen steigen. Foto: Bongartz

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Wertvoller Musikgenuss: Ticketpreise für die Philharmonie sollen steigen. Foto: Bongartz

Die Eintrittskarten für Konzerte der Philharmonie sollen teurer werden. Die Stadtverwaltung schlägt eine Erhöhung um zwei Euro für Einzeltickets und elf Euro für das Abonnement für die Sinfoniekonzerte vor.

Der Hauptausschuss soll sich in seiner nächsten Sitzung am Montag, 10. Februar, mit dem Thema beschäftigen. Zudem wird es bei der Sitzung allgemein um die Entwicklung des Klangkörpers gehen. Eine endgültige Entscheidung über die geplante Preiserhöhung trifft dann der Gemeinderat am 17. Februar. Ab der kommenden Saison gelten Eintrittskarten der Philharmonie erstmals auch als Freifahrtscheine für alle öffentlichen Verkehrsmittel im Gebiet des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV). „Die Kosten dieser Mehrleistung sind in der Preiserhöhung enthalten“, heißt es in den Unterlagen für den Gemeinderat.

Die neuen Ticketpreise würden ab der kommenden Saison 2020/21 gelten. Für die Sinfoniekonzerte sollen die Eintrittskarten demnach künftig 32 (ermäßigt 28) Euro kosten, für Sonderkonzerte zu Ostern, Weihnachten oder Silvester wären dann 36 (33) Euro fällig. Das Abo für alle acht Sinfoniekonzerte würde dann 175 (145) Euro kosten.

Dirigentensuche auch mit öffentlichen Konzerten

Die letzte Preiserhöhung bei der Philharmonie liegt zwei Jahre zurück. „Wegen der sich Anfang 2019 abzeichnenden schwierigen Ticketverkaufssituation“ sei im vergangenen Jahr auf eine Erhöhung der Preise verzichtet worden, heißt es von der Verwaltung. Nun zeichne sich aber eine Beruhigung des Marktes ab. Die jetzt vorgeschlagene Erhöhung sei moderat.

Insgesamt erwartet sich die Stadtverwaltung durch die Erhöhung Mehreinnahmen von 15000 Euro. Die Bilanz für das zurückliegende Jahr fällt gedämpft aus. Bei insgesamt 140 Konzerten – 14 mehr als 2018 – wurden laut Verwaltung 58999 Besucher gezählt. Das sind 12000 weniger als 2018. Beim Verkauf von Konzert-Abos habe es 2019 erstmals seit Jahren einen Rückgang gegeben. Für 2020 rechnet die Philharmonie aber „mit sehr guten Einnahmen aus den in diesem Jahr besonders vielen Gastspielen des Orchesters“, heißt es.

In den kommenden Jahren wird, wie berichtet, ein Nachfolger für den langjährigen Chefdirigenten Pavel Baleff gesucht werden müssen. Das Auswahlverfahren beinhalte „öffentliche Konzerte und nichtöffentliche Vordirigate“, heißt es in den Unterlagen.

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Erstellt:
7. Februar 2020, 08:00 Uhr
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