Zwei Fahrradbrücken in Planung

Iffezheim (BT) – Mit einem neuen Radweg bei der Staustufe soll die K3758 an den Landesradfernweg angeschlossen werden. Zwei Brücken sind erforderlich.

Für den neuen Radweg müssen zwei Brücken über den Baggersee und den Sandbach gebaut werden. Infografik: BT

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Für den neuen Radweg müssen zwei Brücken über den Baggersee und den Sandbach gebaut werden. Infografik: BT

Das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe plant den Bau zweier Fahrradbrücken, um die K3758 an der Staustufe Iffezheim mit dem Radweg entlang dem Sandbach zu verbinden. Derzeit werden die Radfahrer auf der B 500 über die Baggerseebrücke und die Sandbachbrücke gemeinsam mit dem motorisierten Verkehr geführt. Künftig soll es einen separaten Radweg geben.
„Eine durchgängige Querung des Rheins im Bereich der Staustufe Iffezheim entlang der B500 ist für den Radverkehr bis auf Weiteres nicht zu erwarten, da von französischer Seite das Projekt aktuell nicht unterstützt und mitgetragen wird“, teilt RP-Pressesprecherin Clara Reuß auf Anfrage des Badischen Tagblatts mit.

Der Radweg mit den zwei Brücken über den Baggersee und den Sandbach schließe an den bestehenden Landesradfernweg an, der entlang des Rheins auf deutscher Seite verläuft. Zusätzlich soll im weiteren Verlauf der Planungen eine Radverkehrsverbindung nach Iffezheim geschaffen werden, führt Clara Reuß weiter aus.

Der geplante Radweg an der Staustufe soll 2,50 Meter breit sein und an eine ebenfalls geplante Unterführung an der Staustufe angebunden werden, teilt das RP mit. Der Radweg ist einseitig auf einer Länge von 600 Metern geplant. Zwischen der geplanten Unterführung und dem Radweg am Sandbach verfügt die B 500 über Standstreifen, sodass Änderungen der Fahrbahnmarkierungen und Leiteinrichtungen ausreichen, um dort einen 2,50 Meter breiten Radweg herzustellen.

Auf der Baggerseebrücke und auf der Sandbachbrücke hingegen ist die Fahrbahn zu schmal, um einen Radweg abzugrenzen. Eine Verbreiterung der Brücken scheidet aus statischen Gründen aus. Es ist daher der Neubau von zwei Radweg-Brücken beabsichtigt, die nördlich der bestehenden Brücken verlaufen sollen.

Anregungen für Planer erwünscht

Hierzu wird von der Planfeststellungsbehörde des RP nun ein sogenanntes Scopingverfahren durchgeführt.

Ziel dieses Verfahrens ist die Ermittlung umweltrelevanter Themen und die frühzeitige Unterrichtung des Vorhabenträgers, welchen Inhalt, Umfang und welche Detailtiefe die Unterlagen über die Umweltauswirkungen haben müssen. Aber auch darüber hinausgehende Auswirkungen und mögliche Schwierigkeiten des Projekts sollen ermittelt sowie Anregungen zu den weiteren Planungen aufgenommen werden.

Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit dem Corona-Virus wird das Verfahren schriftlich durchgeführt. Neben den betroffenen Fachbehörden, Naturschutzvereinigungen und sonstigen Vereinigungen ist dabei auch die Öffentlichkeit eingeladen, sich zu dem Vorhaben zu äußern.

Stellungnahmen und Äußerungen können noch bis zum 15. August bei der Planfeststellungsbehörde per Brief ans Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat 17 Planfeststellungsbehörde, 76247 Karlsruhe oder per E-Mail an poststelle@rpk.bwl.de eingereicht werden.

Eine ausführliche Vorstellung des Projekts gibt es unter https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/abt4/ref44/seiten/b500-radweg-iffezheim-roppenheim


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