Zwei Punkte schlechter als im Vorjahr

Karlsruhe (red) – Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat die Hinrunde mit 24 Punkten auf Platz zehn beendet. Grund genug für eine kleine Zwischen-Bestandsaufnahme.

Hat sich mit guten Leistungen in die KSC-Startelf gespielt: Tim Breithaupt. Foto: Markus Giliar(GES

© GES/Markus Gilliar

Hat sich mit guten Leistungen in die KSC-Startelf gespielt: Tim Breithaupt. Foto: Markus Giliar(GES

Der Karlsruher SC hat die Zweitliga-Hinrunde am Sonntag mit einem 3:2-Sieg über den 1. FC Heidenheim beendet. 24 Punkte samt Rang zehn stehen somit nach den ersten 17 Saisonspielen für die Badener zu Buche. Grund genug für eine kleine Zwischen-Bestandsaufnahme:


Platzierung und Punkte: Mit Rang zehn stehen die Badener drei Plätze sowie zwei Punkte schlechter als nach der letzten Hinrunde Ende Januar da. In die hatten sie allerdings einen Katastrophenstart mit drei Niederlagen in Folge zum Auftakt. Die aktuelle Spielzeit haben die Eichner-Schützlinge indes mit zwei Siegen und zwei Unentschieden begonnen.


Das Torverhältnis: Fast identisch mit der Hinrunde der Vorsaison ist das Torverhältnis. 30:26 waren es vor knapp einem Jahr, 29:26 sind es diesmal. Die zuletzt des Öfteren kritisierte Defensivschwäche lässt sich somit nicht mit Zahlen belegen, sondern ist eher eine gefühlte. Ähnlich verhält es sich mit der Torgefährlichkeit. Wer glaubt, der KSC sei vorne treffsicherer geworden, irrt, zumindest laut Statistik.


Weniger Siege: Sechs Spiele hat der KSC in dieser Hinrunde gewonnen, zwei weniger als in der Vorsaison. Dafür hat er aktuell allerdings auch zwei Spiele weniger verloren, nämlich fünf statt sieben. Von zwei auf nunmehr sechs gestiegen ist auch die Zahl der Remisen.


Mehr Heimstärke: Genau einen Heimsieg mehr als im Vorjahr, nämlich vier, konnten die Blau-Weißen in dieser Hinrunde landen. Hinzu kommt ein Plus von zwei bei den Unentschieden. Aus den zehn Heimpunkten aus der Vorsaison sind somit 15 in der aktuellen Runde geworden. Entsprechend umgekehrt verhält es sich bei den Auswärtsspielen. Aus im Vorjahr fünf Siegen, einem Remis sowie drei Niederlagen (16 Punkte) sind zwei Siege sowie jeweils drei Remis und Niederlagen (neun Punkte) geworden.


Die Punktelieferanten: Fast egal war es punktemäßig gesehen, gegen wen der KSC spielte. Soll heißen: Gegen die neun nach der Hinrunde vor ihm platzierten Teams gab es drei Siege, drei Remis sowie drei Niederlagen, also insgesamt zwölf Punkte – und somit genau die Hälfte der insgesamt 24 Zähler. Gegen die acht unter ihnen stehenden Mannschaften kamen die Badener auf ebenfalls drei Siege sowie Unentschieden, allerdings bei nur zwei Niederlagen und somit einer weniger. Gepunktet hat der KSC unter anderem gegen die Schwergewichte aus Schalke (2:1), Bremen (0:0) und Hamburg (1:1). Gegen Hannover gelang mit 4:0 sogar der höchste Hinrundensieg.


Verletzungspech: Im Gegensatz zur Vorsaison hat das Verletzungspech in dieser Runde im Wildpark richtig zugeschlagen. Trainer Christian Eichner musste zwischenzeitlich unter anderem auf Robin Bormuth, Sebastian Jung, Marc Lorenz, Fabio Kaufmann, Leon Jensen, Kyoung-Rok Choi sowie Marco Thiede verzichten. „Das ist nicht so einfach für den KSC zu verkraften“, sagte Eichner nach dem 3:2-Sieg am Sonntag gegen Heidenheim. Umso höher müssen die 24 gesammelten Punkte eingeschätzt werden.


Der Newcomer: Keine Frage: Tim Breithaupt ist der Gewinner dieser Hinrunde beim KSC. Der 19-Jährige hat sich im defensiven Mittelfeld mit seinem unaufgeregten und äußerst zuverlässigen Spiel mittlerweile einen Stammplatz erobert. Zusätzlicher Lohn für seine zuletzt tolle Entwicklung: Mitte November wurde Breithaupt erstmals zu einem Lehrgang der deutschen U-20-Nationalmannschaft eingeladen.
Der Torgarant: Philipp Hofmann ist und bleibt der Torjäger beim KSC. In dieser Hinrunde hat er das mit acht eigenen Toren sowie zwei Vorlagen erneut unter Beweis gestellt. Das kann sich einerseits sehen lassen – und lässt doch auch Luft nach oben.

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Erstellt:
13. Dezember 2021, 17:00 Uhr
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