Zweiter Öffnungsschritt ab Samstag

Rastatt/Baden-Baden (fk) – Die Menschen im Landkreis Rastatt können sich aller Wahrscheinlichkeit ab Samstag auf weitere Lockerungen freuen. Im Stadtkreis Baden-Baden ist dagegen noch Geduld gefragt.

Inzidenz zu hoch: Bis auf Weiteres müssen auch die Becken der Caracalla-Therme menschenleer bleiben. Im Landkreis Rastatt ist eine Öffnung von Thermalbädern und auch Sportstudios hingegen möglich.Foto: Sarah Reith

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Inzidenz zu hoch: Bis auf Weiteres müssen auch die Becken der Caracalla-Therme menschenleer bleiben. Im Landkreis Rastatt ist eine Öffnung von Thermalbädern und auch Sportstudios hingegen möglich.Foto: Sarah Reith

Aller Voraussicht nach am Freitag wird das zuständige Gesundheitsamt das Erreichen der zweiten Öffnungsstufe für den Landkreis Rastatt feststellen. Das bedeutet, dass unter anderem Fitnessstudios, Saunen und auch Wellnessbereiche in Schwimmbädern unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Konkret lauten die Regularien wie folgt: Möglich sind Lehrveranstaltungen an Hochschulen und Akademien mit bis 100 Personen in geschlossenen Räumen, in Musik-, Kunst-, Jugendkunst-, Tanz- und Ballettschulen und vergleichbaren Einrichtungen mit bis 20 Schülern. Die Gastronomie darf von 6 bis 22 Uhr öffnen. Kulturveranstaltungen (in Theater, Opern, Kulturhäusern, Kinos und Ähnlichem) sind innen mit bis 100 Personen und außen 250 Personen erlaubt. Kontaktarmer Freizeit- und Amateursport in Sportanlagen, -stätten und -studios ist mit einer 1 Person pro 20 Quadratmetern innen und außen erlaubt. Bei allen Lockerungen gelten aber laut Landesvorschriften weiterhin Testpflicht und entsprechende Hygienekonzepte.

Inzidenzzahlen sprechen klare Sprache

Die Inzidenzwerte der letzten Tage lassen keinen Zweifel daran, dass diese Lockerungen ab Samstag im Landkreis greifen dürften. Für den zweiten Öffnungsschritt nach dem Landesstufenplan gilt nämlich: Die Inzidenz muss in den 14 Tagen nach dem ersten Öffnungsschritt eine weiterhin sinkende Tendenz haben. Praktisch bedeutet das: Der Durchschnitt der Inzidenzwerte der besagten 14 zurückliegenden Tage muss unter dem Wert liegen, bei dem die Bundesnotbremse auslief. Im Landkreis Rastatt war das ein Wert von 80,4. Zuletzt lag die Inzidenz im Landkreis aber stets unter diesem Wert, zeitweise sogar unter 50.

Anders sieht es im Stadtkreis Baden-Baden aus. Dort beträgt der Referenzwert von dem Tag, an dem die Bundesnotbremse auslief – dem 20. Mai – laut dem Rastatter Gesundheitsamt 67. Aufgrund der zuletzt hohen Inzidenzzahlen erreicht der Stadtkreis diese Marke zunächst nicht. Das bedeutet aber nicht, dass die 14-Tages-Zählung jetzt wieder von vorne beginnt. Vielmehr wandert sie. Das Erreichen des zweiten Öffnungsschritt verschiebt sich im Stadtkreis so lange, bis die durchschnittliche Inzidenz in einem 14-Tages-Zeitraum unter 67 liegt.

Allerdings machte Baden-Badens Bürgermeister Roland Kaiser schon am Mittwoch mit Blick auf die Inzidenz klar: „Weitere Öffnungsschritte nach der Öffnungsstufe 2 schon zum Wochenende sind auszuschließen. Die Inzidenzwerte sinken erst dann wieder deutlich, wenn die vermehrten Neuinfektionen der vergangenen Woche aus dem Sieben-Tage-Zeitraum herausfallen.“


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