Gernsbach: Erfolg für ASG-Schüler

Gernsbach (stn) – Vier Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Gernsbach haben beim 63. Schülerwettbewerb des Landtags von Baden-Württemberg teilgenommen und dort den zweiten Platz belegt.

Svenja Götsch, Marie Hahn, Tom Weiler und Robin Fortenbacher (von links) freuen sich über ihre Urkunde. Foto: Nora Strupp

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Svenja Götsch, Marie Hahn, Tom Weiler und Robin Fortenbacher (von links) freuen sich über ihre Urkunde. Foto: Nora Strupp

Unter dem Motto „Komm heraus, mach mit“ hat im Schuljahr 2020/2021 der 63. Schülerwettbewerb des baden-württembergischen Landtags zur Förderung der politischen Bildung stattgefunden. Vier Jugendliche des Gernsbacher Albert-Schweitzer-Gymnasiums (ASG) haben daran teilgenommen und mit ihrem Videoprojekt den zweiten Platz belegt.

Einmal über den Großen Teich fliegen und ein Austauschjahr in den USA machen: Dieser Traum wurde Wirklichkeit für Svenja Götsch (18), Marie Hahn (17), und Robin Fortenbacher (17). In den Schuljahren 2018/2019 beziehungsweise 2019/2020 verbrachten sie mehrere Monate in Arkansas und Michigan, lernten dort die amerikanische Kultur, das Land und die Leute kennen.

Neben den üblichen Dingen, die man auf solch eine Reise mitnimmt, hatten die drei aber auch eine besondere Mission im Gepäck: Sie wollten mehr über die Einstellung der US-Amerikaner zu politisch brisanten Themen herausfinden. Und so befragten sie ihre Gasteltern zu Rassismus, Patriotismus und Schusswaffen. „Das sind einerseits aktuelle, aber auch zeitunabhängige Themen, die schon immer in den USA existiert haben – und die Probleme gibt es immer noch“, erläuterte Götsch.

Patriotismus in den USA allgegenwärtig

Besonders bei der Frage in Bezug auf Waffenbesitz traten die unterschiedlichen Ansichten der politischen Lager deutlich zutage. „Meine Gasteltern waren liberal“, erklärte Fortenbacher. „Die anderen waren eher konservativ, sie haben keine Verbindung zwischen Waffenbesitz und Mordraten gesehen.“

Was in dem Video ebenfalls klar wird: Die Amerikaner sind stolz auf ihr Land. „Jeden Morgen wird in der Schule die ,Pledge of Allegiance‘ gesungen und überall sieht man amerikanische Fahnen“, kommentiert Hahn. Genauso allgegenwärtig wie der Nationalstolz sei aber auch die Fremdenfeindlichkeit. „Rassismus ist an der Tagesordnung“, bilanziert Götsch.

Nachdem sie wieder in Deutschland angekommen waren, fügten die drei all ihre Eindrücke und Interviews zu einem Video zusammen – mit der Hilfe von Mitschüler Tom Weiler (17), der für die technische Gestaltung zuständig war. Herausgekommen ist eine zehnminütige Dokumentation mit dem Titel „Transatlantisches (Un-)Verständnis? US-Amerikaner und ihre Einstellung zu Rassismus, Patriotismus und Schusswaffen“. Diese reichten sie für den 63. Schülerwettbewerb des Landtags ein – mit Erfolg. Der Videobeitrag von Götsch, Hahn, Fortenbacher und Weiler belegte den zweiten Platz.

Mit großem Stolz überreichten Schulleiter Stefan Beil und Lehrer Michael Wagner, der das Projekt betreute, die Urkunden an Götsch, Hahn, Fortenbacher und Weiler sowie einen Buchpreis und einen Gutschein für 15 Bäume, die sie der Organisation „Plant for the planet“ spenden können. Die Initiative setzt sich für die weltweite Wiederaufforstung ein und will ein Bewusstsein für die Klimakrise schaffen.

Junge Leute auf Politik neugierig machen

Alljährlich ruft Landtagspräsidentin Muhterem Aras alle Schüler Baden-Württembergs ab 13 Jahren auf, sich am Schülerwettbewerb des Landtags von Baden-Württemberg zu beteiligen und zu brisanten politischen Themen Stellung zu nehmen. Der Schülerwettbewerb will junge Leute auf Politik neugierig machen und sie zu kritischem und tolerantem Engagement für die Demokratie anspornen. Für die Teilnahme müssen sich die Pennäler ein aktuelles Thema zur Bearbeitung aussuchen. Auf der Internetseite www.schuelerwettbewerb-bw.de stehen einige zur Auswahl. Die Teilnehmer können aber auch ein eigenes Thema formulieren. Zu gewinnen gibt es eine Studienreise, einen Geldpreis sowie Bücher und andere Sachpreise.

Am 63. Schülerlandeswettbewerb, bei dem auch die vier Jugendlichen des ASG Gernsbach mitgemacht haben, haben insgesamt 162 Schulen und 2.900 Schüler teilgenommen, 2.200 Arbeiten wurden eingereicht.

Ihr Autor

BT-Volontärin Nora Strupp

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Erstellt:
11. Juli 2021, 12:05 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 41sec

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