Zweiter Rastatter Kultursommer im Corona-Modus

Rastatt (sl) – Der städtische Eigenbetrieb Kultur und Veranstaltungen will auf Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorbereitet sein und plant ein pandemiekonformes Programm für den Sommer.

Mit der Filmbiografie „Judy“ startet 2020 das pandemiegerechte Rastatter Open-Air-Kinoprogramm. In diesem Jahr soll es sogar noch ausgeweitet werden.. Foto: Frank Vetter

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Mit der Filmbiografie „Judy“ startet 2020 das pandemiegerechte Rastatter Open-Air-Kinoprogramm. In diesem Jahr soll es sogar noch ausgeweitet werden.. Foto: Frank Vetter

Die geplante Spezialausgabe des tête-à-tête und das Stadtfest hat die Stadt Rastatt für dieses Jahr bereits abgesagt (wir berichteten). Aber wird es ein Sommer ganz ohne Kultur? Beim städtischen Eigenbetrieb Kultur und Veranstaltungen steckt man trotz aller Ungewissheit bereits in den Planungen eines Sommerprogramms, um im Fall von Lockerungen vorbereitet zu sein. So könnten Konzerte in der Reithalle und ein verlängerter Kinosommer stattfinden.

Keine größeren Kosten durch Absage des tête-à-tête


Zum Zeitpunkt der Absage des tête-à-tête waren noch keine Künstlerverträge abgeschlossen, sodass keine Kosten für Ausfallzahlungen angefallen sind. Auch bei allen weiteren Vereinbarungen in den Bereichen Unterbringung, Infrastruktur und Technik sind keine Stornokosten entstanden. Nur für bereits erbrachte Leistungen der künstlerischen Leitung und der Produktionsleitung stehen noch Kosten aus. Die genaue Höhe steht aber noch nicht fest, teilte die Stadtverwaltung dem Kulturausschuss des Gemeinderats mit.

Sofern es die Pandemielage zulässt, sind vom 10. bis 12. September 2021 drei Abendveranstaltungen unter freiem Himmel geplant – ähnlich wie das Rendezvous tête-à-tête in den Vorjahren. Werben will man für diese kleine Veranstaltungsreihe erst, wenn sicher davon auszugehen ist, dass sie auch stattfinden kann. Die Hoffnung ruht nun auf dem „richtigen“ tête-à-tête im kommenden Jahr. Doch auch 2022 wird es noch nötig sein, das Festivalkonzept den Hygiene- und Abstandsregeln anzupassen, macht man sich nichts vor.

Die Sommerkonzerte in der Reithalle seien im vergangenen Jahr sehr gut angenommen worden, bilanziert der Eigenbetrieb. Trotz einer stark reduzierten Kapazität von knapp 70 Besuchern konnte in der Reithalle eine heimelige Konzertatmosphäre geschaffen werden.

Reithalle: Konzertreihe mit lokalen Künstlern

Diese Konzertreihe mit lokalen Künstlern soll auch 2021 angeboten werden, sobald Veranstaltungen in dieser Größenordnung durch die Corona-Verordnung erlaubt sind. Voraussetzung sei allerdings, dass das kommunale Testzentrum dann an einen anderen Ort umzieht oder im Idealfall durch alternative Testmöglichkeiten nicht mehr benötigt wird. Auch der Kinosommer konnte im vergangenen Jahr unter Pandemiebedingungen stattfinden. Dieses Konzept soll auch 2021 umgesetzt und der Zeitraum ausgeweitet werden. Statt sieben bis acht Abende, sind in diesem Jahr zwölf Abende im Hof des Kulturforums geplant. An drei langen Wochenenden ab Ende Juli (Donnerstag bis Sonntag) soll eine Mischung aus Filmprogramm, Konzerten und Comedy geboten werden. Auch die Talk-Reihe „Rastatter schnatzen“ soll in den Kino- und Kultursommer integriert werden. Sollte ein für Juli geplantes Film-Festival des Phoenixtheaters im Hof des Kulturforums stattfinden können, ist bereits eine Kooperation mit dem Eigenbetrieb im Gespräch.

Vermarktung unter gemeinsamem Dach

In Rastatt und den Ortsteilen gibt es in normalen Jahren eine große Bandbreite an Sommer-Veranstaltungen: Vereinsfeste, Konzerte verschiedener Veranstalter, Märkte, Theateraufführungen, Open-Air-Kino und so weiter. Ziel ist es, all diese Veranstaltungen in einem Veranstaltungskalender zusammenzufassen, eventuelle Lücken zu füllen und alles unter dem Dach „Kultursommer“ zu vermarkten. So soll Daheimgebliebenen und Urlaubern gleichermaßen ein besserer Überblick über das Angebot in und um Rastatt verschafft werden.

Ihr Autor

BT-Redakteur Sebastian Linkenheil

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Erstellt:
21. April 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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